12 Johann Georg Halske

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1814

1890

Ohne ihn kein Siemens. Der Hamburger Handwerker, der 1847 mit Werner Siemens 7.000 geliehene Taler in eine Telegraphenwerkstatt steckte – und damit eine Weltfirma gründete.

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Der „Mitarbeiter des berühmten Werner von Siemens“ wird der Ingenieur und geschickte Technologe in einer biografischen Skizze von 1919 genannt. Der Hamburger Halske hatte 1844 in Berlin mit einem Geschäftspartner eine kleine mechanische Werkstatt ‚Boettcher u. Halske‘ gegründet. Die Mitglieder der gerade neu entstandenen ‚Physikalischen Gesellschaft‘ wie Hermann Helmholtz, Emil Du Bois-Reymond und eben auch der damalige Artillerieleutnant Werner Siemens gehörten bald zu den begeisterten Kunden. Siemens erfand in dieser Zeit einen ‚Zeiger- und Drucktelegraphen‘ und bestellte bei Halske die Ausführung der konzipierten Instrumente. 1847 wurde mit vom Vetter Georg Siemens geborgten knapp 7000 Taler die Telegraphenbauanstalt ‚Siemens u. Halske‘ gegründet, Keimzelle der späteren Siemens AG. 1849 lieferte die Firma den 100. Telegraphen und nahm 1850 an der Weltausstellung in London teil. Werner Siemens reiste als Vertreter durch Europa, Halske sorgte in Berlin für den Betrieb des wachsenden Unternehmens. In der Markgrafenstraße 94 kauften ‚Siemens u. Halske‘ ein großes Grundstück mit geräumiger Werkstatt. Im Vorderhaus wohnten deren Besitzer. Die Brüder von Siemens wurden nun zur Gründung von Firmenniederlassungen losgesandt, Carl Siemens nach Russland, Wilhelm Siemens nach London. Die großen, auf eigene Rechnung der Firma betriebenen, risikoreichen Projekte, wie die Kabelverlegung zwischen britischen Malta und dem ägyptischen Alexandria, verschreckten Halske. Ohne die herausragende Qualität der von Halske gebauten Apparaturen wäre der Aufstieg zur Weltfirma Siemens nicht möglich gewesen. Aber je größer das Unternehmen wurde, desto mehr zog sich Halske aus dem Geschäft zurück. 1868 verließ er die gemeinsame Firma, wirkte aber weiter als Berater. 1875 wurde Halske Stadtverordneter in Berlin, 1880 Stadtrat. Das große Erbbegräbnis mit der schwarzen Granitarchitektur schmückt die marmorne Büste Halskes, geschaffen vom Bildhauer Julius Moser.

Audioguide entstanden mithilfe von KI