3 Carl Blechen
*
1798
†
1840
Max Liebermann nannte ihn einen der wenigen Auserwählten seiner Zeit. Blechen malte Licht wie kein anderer – und endete in geistiger Umnachtung. Sein genaues Grab ist nicht mehr auffindbar.
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Der in Cottbus geborene Maler und Zeichner Carl Blechen wurde 1840 in einem Grab an der Westmauer des Friedhofs beigesetzt. Die genaue Lage ist nicht mehr feststellbar. Doch markiert die vor einigen Jahren in eine Klinkerwand eingelassene, im späten 20. Jahrhundert gegossene Inschriftentafel sehr wahrscheinlich den 1869 von Ulrike Laar beschriebenen Bestattungsort. Blechen war einer der besten Landschaftsmaler seiner Zeit. Viele seiner Werke werden von der Alten Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett in Berlin bewahrt. Blechen, der 1822/23 an der Berliner Akademie der Künste und durch den Maler Peter Ludwig Lütke ausgebildet worden war, gilt zwar als Maler der Romantik, jedoch verweigern sich seine Bilder einer ins Idyll gewendeten Veredelung der Realität. 1824 erhielt Blechen eine Anstellung als Bühnenmaler am Königstädtischen Theater, verlor die Arbeit jedoch wegen eines Streits mit der berühmten Sängerin Henriette Sontag. 1826 wurde Blechen Mitglied im Berlinischen Kunstverein, 1827 freischaffender Künstler in Berlin. Nach einer Ostseereise folgte vom September 1828 bis November 1829 die prägende Italienreise, in deren Verlauf hunderte von Skizzen entstanden. Blechen faszinierte das südliche Licht, seine sonnendurchfluteten Landschaften lassen ihn als ein Vorbereiter des Impressionismus erscheinen. Auf Empfehlung Schinkels wurde der Künstler 1831 zum Professor für Landschaftsmalerei an die Berliner Akademie berufen. Aus heutiger Sicht folgerichtig, reiste Blechen nun nach Paris, in jene Stadt, die lange nach Blechens Tod Italien als moderne künstlerische Ausbildungsstätte ablösen sollte. „Er war ein begnadeter Maler (…). Einer der wenigen Auserwählten, der nicht nur zu den Besten seiner Zeit gehörte (…), sondern auch auf die Besten seiner Zeit, wie auf Menzel, einen entscheidenden Einfluss ausgeübt hatte“ schrieb Max Liebermann. 1837 musste der depressive Blechen in eine Klinik eingewiesen werden. Er starb in „geistiger Umnachtung“.
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